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Semmen

Mit Semmen wird eine sehr alte Gindericher Tradition bezeichnet.

Es wird gesemmt, wenn ein Gindericher Heiratskandidat oder eine Heiratskandidatin es versäumt hat, bis spätestens am Tage nach dem dritten Aufgebot in der Kirche vor Sonnenuntergang an ein Vorstandsmitglied der Junggesellen Schützenbruderschaft einen Obolus im Werte eines Liter Branntweines zu entrichten. Gesemmt wurde früher z.B. in der Form, dass die Abfallprodukte welche beim Dreschen anfallen, die Spelzen und Hülsen, in das Haus des Kandidaten geblasen wurden. Ebenso wurde wohl auch viel Krach gemacht.

Der Gindericher Heimatverein möchte das Thema Semmen weiter erforschen und bittet um Mithilfe. Es werden Bilder vom Semmen (vor 1970) und Zeitzeugen gesucht. Kontakt über Nicole Lohmann; nlohmann@msn.com.