Der traditionelle Schützenhut

Ein Schützenhut ist elementarer Bestandteil einer Schützenuniform. Die Gindericher Schützen nutzen seit vielen Jahren grüne Filzhüte.    Bei traditionellen Schützenhüten ist die Krempe zumeist an einer Seite hoch geklappt. Das Hochklappen der Krempe hatte seinen historischen Ursprung aus praktischen Erwägungen heraus. An der hochgeklappten Krempe wurden dann oft Kokarden, Schleifen und ähnliche Accessoires befestigt, die als Kennzeichen der Zugehörigkeit zu einer Gruppierung oder Nation fungierten oder als Ausdruck der Loyalität zu einem Herrscher dienten.

Die ursprünglichen Schützenhüte in Ginderich, von denen sich auch heute noch viele im Einsatz befinden, haben die Hutkrempe auf der linken Seite hochgeklappt. Die Chargierten tragen an dieser Stelle eine Rehhaarrosette mit Schützenfeder. Die Schützen ein grüne Quaste.

Aus Gründen, die vermutlich mit den eingeschränkten Beschaffungsmöglichkeiten der korrekten Schützenhüten zu tun haben, wurden vor einigen Jahren schon Standardschützenhüte eingeführt. Inzwischen konnten wir aber auch wieder Bezugsquellen für die Schützenhüte mit hochgeklappter Krempe ausfindig machen. Nach intensiven Beratungen hat sich der Vorstand entschieden, zukünftig wieder diesen Typus Hut bei Neuanschaffungen zu verwenden.

Um Schützenbrüder, die noch einen guten Standardhut haben nicht unnötig finanziell zu belasten, besteht die einfache Möglichkeit die Hüte mit einer Quaste nachzurüsten. Eine Quaste kann günstig über den Vorstand bezogen werden. Die Nachrüstung ist innerhalb weniger Minuten mit Nadel und Faden durchführbar.

Gemeinsames Ziel sollte es sein, dass bis zum Jubiläumsjahr 2022 nahezu alle Hüte dem traditionellen Standard mit hochgeklappter Krempe entsprechen und angetretenen Schützen ein einheitliches und würdiges Bild abgeben.

 

Nachrüstung im Selbstversuch:

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