Rainer Seegers ist neuer König in Ginderich mit dem 402. Schuß
Der neue König der St. Antonius Schützenbruderschaft Ginderich 1922 e.V. heißt Rainer Seegers, zu seiner Königin wählte er seine Ehefrau Marita Seegers.

Sonntag, 05. Juli: Das Vogelpreis- und Königsschießen in Ginderich war am Sonntag Nachmittag wieder der Publikumsmagnet für die ganze Dorfbevölkerung . Als es gegen 18.30 Uhr hieß „Königsaspiranten vorgetreten“ fanden sich drei Schützenbrüder am Schiessstand ein: René Schöbel, Fabian Schöbel und Rainer Seegers. Sie wollten die Nachfolge des scheidenden Königs Jürgen Richter antreten. Er hat die Bruderschaft über die letzten zwei Jahre repräsentiert und die aktive Vorstandsarbeit mit viel persönlichem Einsatz bereichert.
Die drei Aspiranten lieferten sich mit der pneumatischen Armbrust ein spannendes und intensives Rennen um die Königswürde. Dem Vogel wurde mächtig zugesetzt. Das hölzerne Federvieh war jedoch extrem widerspenstig. Der Rumpf des Vogels widerstand den gezielten Schüssen und wurde darum zwischenzeitlich sogar angesägt. Doch es half nicht. Des Vogel´s Rumpf saß fest und beharrlich auf der Vogelstange.
Auch die einbrechende Dunkelheit verschreckte ihn nicht vom Platz auf der Vogelstange. Die zahlreichen Zuschauer waren zum Glück ebenso beharrlich und harrten auf dem Festplatz aus.
„Wer hat an der Uhr gedreht?“ schallte es zwischendurch aus den Lautsprechern des DJ´s und um 23.15 Uhr war es endlich soweit: der Vogelrumpf zerfiel in seine Einzelteile.
Mit dem 402. Schuß hat Rainer Seegers, Kompaniechef der 3.Kompanie, das Königsschiessen 2026 für sich entschieden. Im Nu war der Schiessstand von unzähligen Gratulanten belagert und es dauerte eine ganze Weile bis der neue König und seine Königin und Ehefrau Marita Seegers in das Festzelt getragen werden konnten.
Die weiteren Thronpaare sind:
Bernd und Susanne Große Holtforth, Rudolf und Dorothe Hackstein, Stefan und Nina Fischer, Christoph und Anika Lohmann, Dominik und Monique Rösen, Wolfgang Müller und Marion Doetsch, Jörg Stäbe und Kerstin Janssen und Georg und Helga Wiedenhöft.
Das Vogelschießen war am Nachmittag eröffnet worden, durch Abgabe der Ehrenschüsse von Pfarrer Robert Winschuh in seiner Funktion als Präses der Bruderschaft, Bürgermeister Rainer Benien sowie der Präsidenten der befreundeten Vereine.
Danach wurden die Vogelpreise errungen von: Peter Wenten (Kopf), Rudolf Hackstein (linker Flügel), Gerd Janßen (rechter Flügel) und Rainer Pöll (Schwanz).

Das Gindericher Schützenfest war am Samstag, 29.06. um 15:30 Uhr mit einer festlichen Messe in der Wallfahrtskirche eröffnet worden. Als die Schützen anschließend auf dem Festplatz angetreten waren und der Schützenvogel an den Schießmeister Julian Lohmann übergeben war, wurden verdiente Schützenbrüder für ihre langjährige Vereinstreue geehrt:
Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Leo Bartels, Hermann Güllekes, Ernst Hußmann, Johannes Lohmann und Bernfried Markmann. Für 60 Jahre Mitgliedschaft erhielten Franz Bothen und Walter van Langen den Orden und Karl-Heinz Winschuh für 70-jährige Vereinstreue.
Die Preise der Stadt Wesel wurden mit der Armbrust ausgeschossen. Die glücklichen Schützen waren: 1. Preis: Richard Hortmann, 2. Preis: Lina Schmitz, 3.Preis: Dirk Heickmann, 4.Preis: Christian Rüthermann. Alle vier sind Mitglieder des Musikverein Vynen, der seit 50 Jahren für die musikalische Begleitung des Gindericher Schützenfestes steht. Dieses Jubiläum hatten die Gindericher Schützen zum Anlass genommen, die Ehrenpreise an das befreundete Blasorchester zu widmen.
Nach dem feierlichen, großen Zapfenstreich am Marktplatz fand das Schützenfest am Samstagabend seinen ersten Höhepunkt im Festzelt und die Band zog die Gäste des gut besuchten Festballs auf die Tanzfläche.

Während des Antretens am Sonntag Nachmittag wurde das silberne Verdienstkreuz wurde verliehen an: Ulf-Guido Held und Jens Krebber und der Hohe Bruderschaftsorden an Dirk Heikmann (Musikverein Vynen).
Am heutigen Schützenfestmontag holen wir gleich den neuen König ab und freuen uns schon auf die spätere Inthronisation am Marktplatz und einen tollen Krönungsball.
Quellen: Fotos: privat, Video: Rainer Benien, Text: J.Krebber
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